Tierschutz unter Beobachtung: Vorwürfe gegen Pflegestelle in Duisburg-Neumühl werfen Fragen auf

Michael .........

26.06.2026 | 20:15 Uhr

News Capital Deutschland recherchiert im Fall der Duisburger Pflegestelle „LAWAN“.

Es geht um Vorwürfe zu illegalen Eingriffen und tierschutzrechtliche Fragen.

Im Zuge der journalistischen Aufarbeitung von Tierschutzvorfällen im Raum Duisburg-Oberhausen übernimmt News Capital Deutschland die weitere Berichterstattung über die Vorgänge rund um die Pflegestelle von Michele L., die in sozialen Medien unter den Namen „LAWAN“ oder „MICKIMAUS“ bekannt ist. Im Zentrum der behördlich noch nicht abschließend bewerteten Debatte stehen schwerwiegende Anschuldigungen, die sowohl die tiermedizinische Sachkunde als auch den rechtlichen Rahmen des Tierschutzes betreffen. Während die Pflegestelle in digitalen Formaten behauptete, in Rücksprache mit einem Tierarzt eigenständig Mikrochips bei Katzen implantiert zu haben, distanzierte sich der Tierschutzverein Oberhausen e.V. ausdrücklich von diesen Praktiken. Der Verein bestätigte zwar eine zurückliegende, zeitlich begrenzte Zusammenarbeit, betonte jedoch, dass medizinische Eingriffe wie das Chippen ausschließlich durch qualifizierte Tierärzte vorgenommen wurden und die Pflegestelle über keinerlei Befugnis zu eigenständigen chirurgischen Maßnahmen verfügte; die Zusammenarbeit wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe konsequent beendet. Neben den Vorwürfen zur unzulässigen Ausübung tiermedizinischer Tätigkeiten werden durch dokumentierte Online-Aktivitäten der Betroffenen zudem weitere tierschutzrelevante Aspekte hinterfragt, darunter die Haltung von Geflügel auf einem Balkon sowie Versuche zur privaten Brut von Eiern in einem Inkubator, was in der Öffentlichkeit Diskussionen über die Einhaltung tierschutzrechtlicher Mindeststandards auslöste. News Capital Deutschland wahrt bei der weiteren Recherche die journalistische Sorgfaltspflicht gemäß Pressecodex, indem zwischen den teils widersprüchlichen Aussagen der Betroffenen und den vorliegenden Berichten offizieller Stellen differenziert wird, während eine Stellungnahme des zuständigen Veterinäramtes Duisburg noch aussteht, um die komplexen Anschuldigungen – zwischen dem Vorwurf des tierschutzwidrigen Verhaltens und den Einlassungen zur rein ehrenamtlichen Unterstützung – sachlich und rechtlich fundiert einzuordnen.